7 Räume des Glaubens an der EXPO 02


1996 formierten sich 14 Kirchen und christliche Verbände zu einem Verein mit dem Zweck, „die Präsenz und das Zeugnis der Kirchen an der Landesausstellung zu sichern und die Mitgliedkirchen bei den Organisatoren der EXPO zu vertreten.“ Es wurde das Projekt „Un ange passe, sieben Räume des Glaubens“ für die Arteplage Murten entworfen.

Robert Wilson


Für die Gestaltung von 2 Räumen/Himmeln konnte der amerikanische Choreograph und Lichtkünstler Bob Wilson verpflichtet werden. Bob Wilson ist international tätig, er arbeitet oft an Aufführungen von Wagneropern mit, inszeniert Ausstellungen und er führt eine eigene Kunstschule auf Long Island/New York.
Für die Gestaltung der beiden Himmel verzichtete er auf sämtliche christliche Symbole.

Der Himmel des Wunders


Er zeigt einen wichtigen Aspekt des Evangeliums: die Umkehrung der Werte: die Ersten werden die Letzten sein und die Armen selig. Wilson hängt eine kleine Figur eines hässlichen Menschen in die Mitte des Raumes. Sie hängt kopfüber und symbolisiert so, das nichts beim Alten bleibt.
Ausführung der hängenden Figur: Theresia Utz

Himmel der Schöpfung


Im Himmel der Schöpfung stehen sieben überlebensgrosse Esel. Sie schreien, sind gelb. Eine Klanginstallation mit Eselsgeschrei unterstützt die Szene. Die Wände sind mit einer lieblichen Hügellandschaft ausgemalt. Der Glasboden lässt einen Lichtschimmer von unten in die Cabane eindringen.

Dieser Himmel möchte das Erstaunen des Besuchers wecken und im nahe legen, dass auf die Komplexität dieser Welt nur eine Verheissung ihres Schöpfers Orientierung geben kann im Spannungsfeld zwischen dem Zweifel und dem Erstaunen.